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Pär Ahlbom: Spielen und Üben
„Kinder Spielen. Dadurch entwickeln sie
sich und lernen. Äußere Geborgenheit ist eine Grundvoraussetzung. Wenn
wir Erwachsenen auch so neugierig spielen und üben, bilden
wir nicht nur an unserem eigenen Selbst, sondern auch an einer Kulturerneuerung,
die aus solch primärem Leben hervorgehen kann. Mir ist es ein
tiefes Anliegen, Raum zu schaffen für Geborgenheit und Lust
zum Spielen. Durch improvisierende, freie und genau geführte
Übungen und Spiele können wir gemeinsam den erstaunlichen
Quell des Musikalischen in uns freilegen und dort lernen, was Wilkür
und was Freiheit ist.”
Pär (*1932) ist Lehrer und Mitbegünder
der Solvikskolan in Järna, Komponist, Musiker, Schüler
vonValborg
Werbeck-Svärdström, und Vater des "Bewegten Klassenzimmers"
Merete Løvlie: Malen
„Wie kreiert man sein eigenes Schaffen?
Bei mir macht man das mit Papier und Farben, weil die Farben die
Möglichkeit haben, mit unserem Schaffen direkt zu sprechen,
wenn wir uns dafür öffnen können. Ich helfe dir,
dass du in diese offene Kommu-
nikation mit den Farben und dadurch in deine eigene Kreativität
kommen kannst. Fremde Bilder fallen weg und du kannst deine eigene
Bilderwelt finden.”
Merete (*1944) ist Malerin, Senior Teacher und
gibt pädagogische Beratung an der Solvik Skolan (Schweden),
wo sie lange Klassenlehrerin war. Sie leitet Malkurse an verschiedenen
Orten.
Die Malübungen beinhalten folgende Übungsfelder: Wie komme
ich daran, dass sich mein Üben sinnvoll anfühlt? Was brauche
ich über mich selber zu wissen? Wie kann ich meine Urteilsfähig-
keit so entwickeln, dass sie eine Stütze wird für mein
Üben? Wir werden mit Wachsmalblöcken und Wasserfarben,
arbeiten.
Iris Johansson: Primäre Gedankenarbeit
„Ich arbeite mit Kommunikation. Kommunikation
innen mit mir selbst, mit anderen Menschen und mit der Welt und
der Wirklichkeit. Bei mir kannst du Hilfe bekommen in einem Prozess
mit mir, in dem du über deine eigenen Bewertungen hinaus reifen
kannst, so dass du eine Verhaltensweise bekommst, durch die du deine
Konflikte lösen kannst und wo du Alternativen finden kannst,
wenn du feststeckst. Ich nenne das eine Primäre Gedankenarbeit.”
Iris (*1945) gibt Kommunikations-, Organisations- und Entwicklungsberatung
an Schulen, Betrieben und Heimen für Behinderte Menschen. Iris
lebt in Ängelsberg (Schweden).
Iris arbeitet mit Kommunikation und persönlicher Entwicklung.
Dadurch, dass sie gelernt hat, mit ihrem Autismus zurecht-zukommen,
hat sie weitreichende Einblicke gewonnen in das Phänomen, wie
wir Menschen natürlicherweise „funktionieren”.
Bei der Arbeit mit Iris tritt man in verschiedenen persönlichen
Prozessen in Kontakt mit sich selbst und übt, sich gegenüber
dem zu verhalten, was das Natürliche aus dem Spiel geworfen
hat.
Marcel Desax: Persönliche Entwicklung und Kommunikation
„Das Leben wäre ein leichtes, wenn
ich nicht dauernd von anderen Menschen gestört werden würde.”
– Solange ich so denke, nehme ich eigentlich meine eigene
Entwicklung nicht ernst. Das Leben sagt mir oft am meisten da, wo
Reibungen entstehen, wo ich Widerstand empfinde, wo Schwierigkeiten
mich aus der Fassung zu bringen drohen.
Die Schmerzen und Ängste, die dabei auftauchen,
sind mir sehr zu Hilfe, wenn ich mich zu ihnen so verhalte, dass
ich sie als eine vermittelnde Sprache anschaue. Diese Sprache kann
ich am besten meinem eigenen Körper ablauschen, denn es ist
mein Körper, der Gefühle entstehen lässt.
Müde werde ich, wenn ich mich den Signalen
des Körpers verwehre. Ich kann meinen eigenen Widerstand umwandeln
zu einer Möglichkeit, hier und jetzt anwesend zu sein. Was
gerade im Augenblick auftaucht als das Wesentlichste anzuschauen
und ernst zu nehmen, dass, wenn ich meine Verantwortung für
meine eigene Entwicklung auf mich nehme, ich das Tor öffne,
das zur Freiheit führt. Daraus ergibt sich, dass ich eigentlich
froh sein kann, wenn andere Menschen mich stören, denn dann
bekomme ich deutlichen Anlass, mich weiterzuentwickeln und nicht
grau zu werden.
In meinen Seminarien geht es darum, wie ich mit
mir selber kommunizieren kann, um dann mit der Welt zu kommunizieren.
Der einzige Mensch, den ich ändern kann ist mich selbst. Wie
kann ich mich also so zur Welt verhalten, dass ich in mir zufrieden
sein kann, auch wenn ich bei Weitem nicht mit allem einverstanden
bin, was dort vor sich geht? Mein Ausgangspunkt liegt in der Pädagogik.
Ich habe aber gemerkt, dass das Meiste, was ich dort gefunden habe,
eine allgemeine Gültigkeit hat.”
Marcel (*1962) ist seit vielen Jahren Klassenlehrer
in Solvik
Thomas Pedroli: Das Gespräch
„Wenn in einem Gespräch die Urteile,
die Wertungen, die wohlgemeinten Ratschläge, die eigenen Assoziationen
zurücktreten, kann eine unbedrohliche Atmosphäre entstehen,
in dem ich auch über die Dinge sprechen kann, die mir schwer
fallen oder Sorgen machen. Gerade in dem, was mir noch nicht gelingt,
liegen meine Entwicklungschancen, nur brauche ich oft ein Gespräch
dazu, damit ich das merke. Diese Art des helfenden Gespräches
üben wir in diesem Kurs. Ich habe gemerkt, dass ich einen leichteren
Zugang zu meinem kreativen und intuitiven Potential bekomme, wenn
ich regelmäßig „schwierige“ Situationen mit
Kollegen durcharbeiten kann. Auch fange ich an, freier mit Kindern
zu sprechen.”
Thomas Pedroli (*1957) unterrichtet in Teamteaching
an der Windrather Talschule, einer Schule, wo Kinder mit und ohne
sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam unterrichtet
werden.
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